Natur und Moral

Art.Nr.:
978-3-86772-056-4
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Rudolf Steiner
Natur und Moral
Frei ist man nicht, frei wird man

5 Vorträge, gehalten in Dornach vom 8. bis 16. Mai 1920
(auch in GA 201)

Mit 10 Wandtafelzeichnungen (8 davon farbig), 11 Faksimiles der Klartextnachschriften und 4 Faksimiles «Katholisches Sonntagsblatt» u.a.

Mit einem Nachwort von Pietro Archiati:
«Geisteswissenschaft und Ethik heute» (30 Seiten)
Leseprobe: hier

184 S., gebunden
ISBN 978-3-86772-056-4
12,00 EUR
inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand


Rückentext:
«Alle Beweise für die Freiheit
missglücken, denn die Freiheit
muss man nicht beweisen wollen,
sondern ergreifen wollen. Und man
ergreift sie in dem Maße, in dem man
den Charakter des sinnlichkeitsfreien
Denkens erfasst.»
Rudolf Steiner (im letzten Vortrag)
 

Der Leser findet in diesen Vorträgen u.a. Antworten auf folgende Fragen:
  • Was sagt die Naturwissenschaft, was sagen die katholischen und evangelischen Bekenntnisse zur/gegen Geisteswissenschaft?
  • Warum haben die Mächtigen das größte Interesse, dass die Wahrheit über den Zusammenhang des Christus-Ereignisses mit dem Kosmos nicht bekannt wird?
  • Was sind die Folgen (für den Menschen, für die Erziehung, für den Arzt, für Seele und Geist), wenn man die Naturwissenschaft zu Ende denkt?

Inhaltsverzeichnis (PDF, 155 kb)
Nachwort (Leseprobe) (PDF, 132 kb)
Zu dieser Ausgabe (PDF, 108 kb)
 

Klartextnachschriften zu den Einzelvorträgen

Zum 1. Vortrag (Dornach, 8. Mai 1920):
zugrunde gelegte Nachschrift (A) (PDF, 8 mb)
weitere Nachschrift (2) (PDF, 5 mb)
weitere Nachschrift (3) (PDF, 11 mb)
weitere Nachschrift (4) (PDF, 6 mb)
Notizen von Mathilde Scholl (PDF, 1 mb)

Zum 2. Vortrag (Dornach, 9. Mai 1920):
zugrunde gelegte Nachschrift (A) (PDF, 6 mb)
weitere Nachschrift (2) (PDF, 4 mb)
weitere Nachschrift (4) (PDF, 5 mb)
Notizen von Mathilde Scholl (PDF, 2 mb)

Zum 3. Vortrag (Dornach, 14. Mai 1920):
zugrunde gelegte Nachschrift (A) (PDF, 8 mb)
weitere Nachschrift (2) (PDF, 5 mb)
weitere Nachschrift (3) (PDF, 11 mb)
weitere Nachschrift (5) (PDF, 3 mb)
weitere Nachschrift (6) (PDF, 7 mb)
Notizen von Mathilde Scholl (PDF, 1 mb)

Zum 4. Vortrag (Dornach, 15. Mai 1920):
zugrunde gelegte Nachschrift (A) (PDF, 8 mb)
weitere Nachschrift (2) (PDF, 5 mb)
weitere Nachschrift (3) (PDF, 12 mb)
weitere Nachschrift (5) (PDF, 3 mb)
weitere Nachschrift (6) (PDF, 8 mb)
Notizen von Mathilde Scholl (PDF, 1 mb)

Zum 5. Vortrag (Dornach, 16. Mai 1920):
zugrunde gelegte Nachschrift (A) (PDF, 8 mb)
weitere Nachschrift (2) (PDF, 5 mb)
weitere Nachschrift (3) (PDF, 12 mb)
weitere Nachschrift (5) (PDF, 3 mb)
weitere Nachschrift (6) (PDF, 7 mb)
Notizen von Mathilde Scholl (PDF, 1 mb)
 

S. 20:
«Die Naturwissenschaft hat das Ereignis von Golgota nicht in sich aufgenommen, sie arbeitet noch fort mit der fortlaufenden Strömung, als wenn das Ereignis von Golgota nicht dagewesen wäre. Und die Geisteswissenschaft muss gerade bemüht sein, diese beiden Dinge in Einklang miteinander zu bringen: die naturwissenschaftliche Betrachtung und die Christologie.»

S. 41:
«Wissen einmal alle Menschen, dass sie eine solche Wesenheit sind, die in den ganzen Kosmos eingegliedert ist, dass ihre eigene Lebensdauer ein Tag ist in der Lebensdauer eines Sonnenumgangs, dann werden die Menschen, die sich so in das Weltall eingegliedert fühlen, dann werden sie sich nicht regieren lassen, dann wird sich jeder als ein Glied des Weltalls betrachten.»

S. 42:
«Es wird als die ärgste Ketzerei aufgefasst, wenn der Christus als der Sonnengeist bezeichnet wird in dem Sinne, wie wir es getan haben. Man soll nur nicht glauben, dass das, um was es sich dabei handelt, gewissen führenden Leuten nicht bekannt sei, die das bekämpfen, was ich jetzt angedeutet habe. Es ist ihnen sehr gut bekannt. … Aber es soll verhindert werden, dass dieses für die gegenwärtige Menschheit notwendige Wissen der gegenwärtigen Menschheit auch mitgeteilt werde.»

S. 45:
«Es ist nicht ohne Folgen, denn wenn die Lüge bewusst aufgefasst wird, dann ist es weniger schlimm, als wenn die Lüge unbewusst bleibt und den Menschen herunterbringt, ihn barbarisiert.»

S. 81:
«Und so kommt es, dass die heutige Menschheit noch von Christus redet, ohne etwas davon zu wissen, dass dieser Christus sich unterscheiden muss von einem allgemeinen Gott, der der ganzen Natur zugrunde liegt. Wenn die Christus-Vorstellung in die bloße Gottesvorstellung übergeht, dann bedeutet das einen Rückschritt der Menschheit hinter das Mysterium von Golgota zurück.»

S. 113:
«Überall draußen in der natürlichen Welt herrscht Umwandlung der Kräfte. Im Menschen allein wird durch das reine Denken der Stoff herausgeworfen. Der Stoff, der durch das reine Denken aus dem Menschlichen herausgeworfen wird, der wird als Stoff vernichtet, der geht in die Vernichtung. Das Menschliche steht so im Universum drinnen, dass im Menschen der Ort ist, wo Stoffliches aufhört, sodass es nicht mehr vorhanden ist.»

S. 117:
«Es muss sich geistige Weltanschauung mit natürlicher Weltanschauung zusammenschließen, aber sie schließen sich nur im Menschen zusammen. Und sie schließen sich im Menschen zusammen durch eine freie Tat.»

S. 119-120:
«Wer kurzsichtig denkt, der wird kaum herausbekommen, wie der Zusammenhang des Moralischen mit dem Physischen in der Menschennatur ist. Denn man kann seinem Tod als ein Bösewicht entgegengehen, ohne sich dadurch die Arme zu verrenken, man kann ein wohlgestalteter Mensch bleiben. Aber der Wärmezustand wird dabei nicht untersucht, der Wärmezustand, der sich in viel minutiöserer Weise ändert, als man glaubt, und der wieder auf das zurückwirkt, was ein Mensch als Bösewicht durch den Tod trägt. …
 
Wir bekommen nicht den Übergang, wenn wir nicht zu der in sich beweglichen Wärme übergehen, die dazwischen liegt …, zu jener Wärme, die wenigstens noch für den menschlichen Instinkt einen physischen ebenso wie einen seelischen Aspekt hat. Aus dem Instinkt ist es noch nicht herausgebracht worden, dass der Mensch auch moralisch für seinen Mitmenschen ‹Wärme› entwickeln kann, seelische Wärme entwickeln kann, die das Gegenbild der physischen Wärme ist. …
 
Und das, was heute nur seelische Wärme ist, wird im zukünftigen Weltdasein eine Rolle dadurch spielen, dass der Christus-Impuls darin lebt. In dem, was heute nur Wärme in unserer Gefühlswelt ist, in dem wird leben, was die Christus-Substanz, die Christus-‹Wesenschaft› ist, damit es dann physisch werden kann, wenn die physische Erdwärme verschwunden sein wird.»